Okay, wir sind ein Unterhaltungsmedium. Das wissen wir, das können wir. Und was da heute in der Nähe von Stuttgart passiert ist, da kann man sich sicher besser hier, hier oder auch hier auf dem aktuellen Stand halten.
Was wir aber können – besonders hier – ist Diskutieren. Und da nehme ich mal einen Blogeintrag heraus, und zitiere die Essenz
Ich weiß nicht, was mich fassungsloser macht: Ein junger Mensch, der 15 anderen Menschen tötet oder das Ausschlachten dieser Tat durch die Politik, begleitet, nicht kritisch hinterfragt, durch die Journaille. Counter-Strike, Internet – was auch immer, der Zustand unserer Gesellschaft hat mit alldem natürlich nichts zu tun. Ich behaupte das Gegenteil.
So, das ist mal ein Standpunkt. Es ist so einfach, jetzt gleich wieder mit dem Finger auf die üblichen Verdächtigen zu zeigen. Aber – Stimmt das?
Ich freue mich auf die Diskussion!
Waidmanns Redefreiheit

















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11. März 2009 um 14:05
Im ZDF Mittagsmagazin war eine sehr interessante Frau deren Namen ich mir leider nicht merken konnte.. Kronzucker glaube ich! Jedenfalls sollten die Leute, die nun mit dem Finger auf Computerspiele oder die Eltern zeigen sich mal ihren Auftritt ansehen.
Seine Tat steht in keiner Relation zu den noch unbekannten Gründen doch die Tatsache das er in der Stadt auf Passanten geschossen hatte zeigt das er nicht aus Rache seine Mitschüler getötet hat sondern das er einfach krank war.
11. März 2009 um 14:10
Ich muss oben zitierten Eintrag recht geben! Jetzt kommt wieder die Argumentation mit Computer-Spielen, Kriegs-Filmen ect. Nach dem Hintergrund des Jungen wird nicht geguckt. Es gibt so viele Menschen, die sich vor Spiele wie Counter-Strike setzen (ich eingeschlossen) und nur weil alle paar Monate einer ausrastet ist das Schuld daran! Man sollte mal prozentual ausrechnen, wieviele Menschen diese Art der Spiele (z.B. Ego-Shooter) spielen und wie viele davon zum Ammokläufer werden. Was war eigentlich Schuld an solchen Taten, als es noch keine Computer und kein Fernsehen gab??? Was diesen Jungen letzendlich zu seiner Tat geführt hat werden wir wohl nicht mehr erfahren, da er ja ebenfalls getötet wurde – das gibt aber wieder größere Freiheit “Ursachen” zu (er)finden!!! Amokläufer, sowie Massenmörder gab es schon immer, aber heute sind die Ausreden einfacher! Schlimm, dass das jetzt ausgenutzt und für den Wahlkampf ausgeschlachtet werden wird!
11. März 2009 um 14:23
NEIN – das Stimmt nicht … Counter Strike (CS) und andere ähnliche EGOSHOOTER sind nicht ausschlag gebend für solch eine TAT.
Wurde auch irgendwo von einem Wissenschaftler bestätigt, finde den Link aber grade nicht.
Aufjedenfall hängt das stark von der Persönlichkeit und der Erziehung (Herranwachsen) des Einzelnen ab. Manche tuen sich so Stark in diese Unreale PC welt steigern das sie den Unterschied zu Real und Unreal nicht mehr wahrnehmen.
– und andere können das gut Unterscheiden trotz Egoschooter.
Meisten gehn leute doch Amog um andere zu bestrafen für sein eigenes Mistglücktes Leben oder so. Sie suchen einen Schuldigen. Diese Menschen haben vllt. kaum oder keine Freunde, die Familen ist nie daheim wegen der Arbeit aber das Kind bekommt alles was er will – aber davon wird man ja auch nicht glücklich.
LG
11. März 2009 um 14:26
Das mit den PC-Spielen war doch bestimmt mal wieder die Frau von der Layen.
Ich selbst spiele kein Counter-Strike, kann also nicht beurteilen, ob man dadurch besonders gefärdet wird, aber schlimmer als Call of Duty oder Battlefield – das ich selbst auch ab und zu spiele – wirds ja wohl nicht sein. Ich kann jedenfalls nicht bestätigen, dass man dadurch zu solchen Taten, wie Amokläufen gebracht wird, ja nicht einmal auf die Idee zu etwas vergleichbaren.
Wer weiß, vielleicht wird in 10 oder 20 Jahren eine ganz andere Sau durchs Dorf getrieben und an Computerspiele denkt niemand mehr.
Oft ist ja auch bei irgendwelchen Spinnern, die sich auffällig verhalten, die Rede von “geplanten Amokläufen”, obwohl sich der Begriff in sich wiederspricht…
Ein Amoklauf ist etwas, wo gerade keine Planung stattfindet.
Natürlich ist so etwas schrecklich und keinesfalls schön zu reden, aber es immer auf eine Ursache zurückzuführen ist absolut falsch und unseriös.
11. März 2009 um 14:54
So, Leute, jetzt erspare ich mir an dieser Stelle mal meine üblichen sarkastischen Kommentare. Was da in Winnenden passiert ist, macht mich ehrlich gesagt abgrundtief fassungslos. Ich frage mich, wie es mir gehen würde, wenn meine Kinder von so einem Irren erschossen werden würden. Ich befürchte, diesen Menschen würde ich dann auf meine ganz eigene Art mit seiner Tat konfrontieren…
Schon jetzt bin ich sehr gespannt, wer für diese Tat wieder als Schuldiger identifiziert wird. Klar sind es die Computerspiele, natürlich ist die sog. Waffenlobby daran schuld, weshalb wir selbstverständlich jeden legalen Waffenbesitz sofort verbieten müssen. Mann, Mann, Mann, ich kriege jetzt schon das Kotzen, wenn ich diese abgedroschenen Phrasen höre.
Und ich freue mich schon jetzt unendlich auf die nächsten politischen Schnellschüsse. Wenn es so einfach mit Verboten funktionieren würde, warum ist es dann seit dem Amoklauf in Erfurth bereits zu zwei weiteren derartigen Taten in Deutschland gekommen?
Vielleicht muss man einfach mal anfangen zu akzeptieren, dass es leider immer wieder zu einem solchen Irrsinn kommt, so lange unsere Gesellschaft so ist, wie sie ist. Das ist extrem bitter, aber nicht zu ändern. Menschen, die solche Taten begehen, sind massiv psychisch gestört und scheren sich einen Dreck um Gesetze und Regelungen.
Was wir brauchen sind aufmerksame Mitmenschen, die das merkwürdige Verhalten bzw. die frühen Symptome solcher kranken Eigenbrödler erkennen und den entsprechenden Stellen mitteilen. Und dabei ist es völlig egal, ob es sich um einen Amoklauf oder um einen Kindesmißbrauch handelt. Natürlich können wir auch den Mißbrauch Minderjähriger vermeiden, in dem wir Kinder verbieten. Nur, ob das am Ende was nützt?
Eine Gesellschaft, in der nur noch jeder für sich in die eigene Tasche wirtschaftet und in der Mitgefühl und menschliche Wärme als Schwäche ausgelegt werden, wird immer ein idealer Nährboden für krankhaftes Verhalten und Gewalttaten sein. Entweder wir tun etwas dagegen oder wir gewöhnen uns einfach dran.
Jeder von uns hat die Wahl…
11. März 2009 um 15:23
Als ich heute nach meinem Unterricht nach Hause gefahren bin, habe ich im Radio von dem Amkolauf gehört. Ich kan nur sagen, dass mich das sehr trifft und beschäftigt. Niemand von uns sollte einfach Klischees heranziehen, um die Frage nach dem Warum zu beantworten. Als wir neulich im Unterricht über Amokläufe gesprochen haben, sagte einer meiner Schüler: “50% aller Amokläufer spielen vielleicht Killerspiele, aber 100& essen Brot.” Klingt banal, aber letztlich trifft es den Punkt. Wann wird diese Gesellschaft endlich merken, dass es nicht damit getan ist, mal eben ein Klischee aus dem Ärmel zu schütteln, sondern dass es doch darum geht, genau hinzusehen und eine Anlaufstelle für Jugendliche zu sein? Ich will keine bestürzten Politiker mehr sehen, die neue Gesetze zu Killerspielen herausbringen, sondern endlich eine Veränderung im (Schul)System sehen, das den Kids ein offenes Ohr und Hilfe anbietet!
11. März 2009 um 15:48
Ich muss fast jedem Schreiber hier ein bisschen Recht geben. Und ich rege mich ziemlich auf, über alles was ich im TV gerade sehe und höre.
Frau von der Leyen ist betroffen und sagt das auch – mir Wurscht, die Tante spielt jetzt mal gar keine Rolle.
Auf jedem Kanal kommt ein Psychologe zu Wort, der mitteilt, dass es verschiedene Gründe für die Tat geben könnte. Ach.
Der Ministerpräsident von BaWü wird sogar eingeflogen – das ist seine verdammte Pflicht!
Und typisch deutsch: wer ist schuld?
Natürlich muss man nicht nach Ursachen suchen, wenn man einen Schuldigen hat. Das ist doch prima und einfach. Sind die Eltern schuld, die die Waffen zuhause hatten? Der Waffenfabrikant, weil er sie gebaut hat? Das Computerspiel, weil da auch Waffen vorkommen? Der Action-Film? YouTube? Das Internet an sich?
Wichtig ist nicht die Frage nach der Schuld, sondern die Frage nach der Ursache.
Und ich glaube, die Ursachen sind woanders zu suchen – wie konnte ein junger Mensch auf die Idee kommen so etwas zu tun? Was ist in diesem Leben schon alles passiert, dass uns das Ergebnis jetzt so erschüttert? Oder war der Junge einfach nur krank? Und falls ja, warum war er dann nicht in Behandlung?
Wir predigen das soziale Netz in Deutschland und wenn einer durchrutscht – wie es bei Netzen nun mal üblich ist – dann rufen wir alle: hui… jetzt sind wir aber erschüttert. Es kann doch niemals einen vollständigen staatlichen Schutz vor Übeltätern geben. Das wissen wir alle und das erscheint uns auch logisch, oder? Aber was kann man tun?
Ich vergleiche solche Diskussionen immer mit den Erfahrungen, die ich machen musste auf einer Trauerfeier für einen Freund, der sich vor den Zug gestürzt hatte. Keiner der Anwesenden konnte erklären, warum das passiert ist. Aber es war eben doch passiert. Wir haben uns einfach zu wenig um ihn gekümmert, wir hätten ihn fragen können. In seeliger Laune wurde an dem Abend versichert, dass man in Zukunft besser aufeinander aufpassen wird. Wir sprechen viel mehr miteinander, sagen uns alles und halten überhaupt besser zusammen. Die meisten Leute habe ich auf dieser Trauerfeier das letzte Mal gesehen. Niemand aus der Runde hat mich jemals wieder gefragt, wie es mir geht.
Vielleicht sollte man es einfach mal tun. Freundschaften pflegen, sich nicht nur um sich selbst sondern auch um die Mitmenschen scheren. Einfach mal etwas genauer hinsehen, dann merkt man schon sehr schnell, ob es jemandem schlecht geht. Ich versuche das. Jeden Tag wieder und ich bin weit entfernt von perfekt. Aber ich habe einen ersten Schritt gemacht. Das kann jeder, das kostet nichts und ist gar nicht schwer.
Das einzige, was wirklich perfekt ist, das ist der Zeitpunkt, damit anzufangen: jetzt!
11. März 2009 um 16:20
@ Daniel: Gut gebrüllt Löwe! Bin 100%ig Deiner Meinung!!!
11. März 2009 um 16:47
Gerade habe ich diese Diskussion an der Arbeit geführt und war seltsamerweise mal wieder die einzige, die den Standpunkt vertreten hat, dass man eben nicht alles den bösen Egoshootern oder dem Internet zuschreiben kann. Wieviele Leute, die beispielsweise boxen sind schon im privaten Leben so gestört, dass sie jemanden krankenhausreif prügeln? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass ein 15-Jähriger irgendwo auf seinem Computer ein Spiel installiert hat, das bedenklich ist? Und das böse Internet ist doch heute Grundvorraussetzung in vielen Berufen, jetzt darf man es also wieder am besten gar nicht nutzen, weil man Zugriff auf gewaltverherrlichende Medien haben könnte, die man sich vor zehn-zwanzig Jahren mit Hilfe eines Erwachsenen oder leichtgläubigen Verkäufers aus der Videothek besorgt hat? Na ich weiß ja nicht.
Mich wundert es eher, dass niemand sich um das Umfeld zu kümmern scheint oder das Bildungssystem, das meist aus überfüllten Klassen besteht in denen Schwächere mitgeschleift werden und kaum noch Beachtung finden, wenn sie nicht wirklich in irgendeiner Weise auffallen.
Aber schön dass das Fernsehen und die Politiker jetzt endlich mal ein anderes Thema auffahren können neben der Wirtschaftskrise. Da haben sicher schon zu viele Leute abgeschaltet weil es ihnen zum Hals raus hängt, wurde ja Zeit, dass endlich das nächste Thema – ohne Rücksicht auf die Betroffenen, die ganz bestimmt zuhause nicht noch daran erinnert werden möchten – ausgeschlachtet werden kann. Dieses Sensationsmediengeheische ist doch einfach zum kotzen!
11. März 2009 um 17:07
Anny ganz recht! Man sollte der Jugend einen Weg und Perspektive geben. Eltern haben dabei leider zum Teil völlig die Kontrolle verloren. Dies sind aber die einzigen die Schuld für ihre Kinder tragen. Internet, Spiele oder Videos können nichts dafür!!! Verbote treiben nur die Ilegallität an. Es gibt für “druchgeknallte” genug Anlaufstellen. Man sollte die normal tickenden Leute endlich in Ruhe lassen und nicht pauschal verurteilen wenn sie sich mal ein Ramboschreifen reinziehen. Ich möchte hiermit allen Opfern der heutigen Anschläge mein Beileid und Anteilnahme ausdrücken!!!
11. März 2009 um 17:49
“Tag der Trauer für ganz Deutschland”
Der Amoklauf eines 17-Jährigen mit 16 Toten in Baden-Württemberg hat bei Politikern, Kirchen und Organisationen bundesweit Entsetzen ausgelöst.
war das heute!??!?!!?
ich habe nix mitbekommen??? gerade bei web.de gelesen stand aber nis wann das war!
11. März 2009 um 18:10
@Daniel, ~Anny~ und baumagnat.de
muss Euch da recht geben!
Wegen Fragen wie es einem geht merk ich selber das es viel zu wenig gemacht wird! Hab ja mit meinen jungen Jahren schon so einiges mit erlebt und auch einiges schlimmes! Ich lebe zum Glück! Wenn mir was schlimmes passiert ist und das Umfeld bescheid wusste wurde mal nachgefragt! Einige habe nur einmal nachgeschaut und dann nie wieder andere haben nach mir gechaut, öfters angerufen und noch nach einiges Wochen gefragt und andere wiederum hat es gar nicht gejuckt! Aber wenn es mir wieder besser ging, hat es keinen mehr gejuckt!
Was ich damit sagen möchte ist, dass erst was schlimmes/tragisches passieren muss damit man gefragt wird wie es einem geht und das finde ich schade!
Politiker/Medien usw. machen es sich einfach in dem sie sagen, dass die Ballerspiele/Gewaltfilme schuld sind! Kinder erfahren doch schon Gewalt im Kindergarten in dem sie geschupst werden oder gebissen werden oder gehänselt werden! Will man da auch den Medien die Schuld geben??? Es sind doch die Eltern (Lehrer ander Schüler) mit daran Schuld, wenn Kinder Gewalt ausüben! Kinder die NIE LIEBE erfahren haben, können es doch nicht wissen, was es ist! Solche Kinder haben doch nur Ablehnung und Hass erlebt! die Ballerspiele/Gewaltfilme usw. sind doch dann nur noch die Auslöser! Dann kommt noch dazu, dass man in der Schulzeit gemoppt wurde, Lehrer haben weg geschaut obwohl sie vllt. hätten helfen können, an der Arbeit war es dann auch nicht besser, Eltern stehen vllt. nicht hinter einem So kommt doch das ganze zusammen!
Wie schon ~Anny~ sagte, die schwächeren Kinder werden nur noch mitgeschliffen, werden aber nicht richtig oder auch gar nicht gefördert! Das sind dann später die Kinder, die Aufmerksamkeit brauchen und alles machen damit sie welche bekommen! Da sind dann alle Mittel recht um aufzufallen!
Alle die Ballerspiele spielen kann man ganz einfach nicht in eine Schublade stecken!
Es gibt die, die sich damit identifizieren und sich in die Welt reingelebt haben und dann vllt. “in der richtigen Welt” das ganze ausleben und somit die “Spielwelt” mit der “richtigen Welt” nicht mehr unterscheiden können und es gibt die jenigen die es nur mal ab und zu spielen um sich mal ab zu reagieren!
Wenn heut zu Tage die ganzen Ballerspiele/Gewaltfilme usw. schuld sind, was war dann damals Schuld als es noch kein Inet, Computer usw gab?
11. März 2009 um 18:16
@ klara: dein letzter satz stimmt hundertprozentig!
Also es gibt eine seite die legal ist http://www.serienkiller.de hab die schon durchforstet denn es gibt keine art menschen die mich mehr interessiert als serienkiller und massenmörder! und dazu steh ich auch! und nein ich hab keinen an der waffeln also spart euch dumme fragen!!!!!!!!
und natürlich sind computer spiele nich die schuld… zu zeiten charles manson gabs das nicht in dieser realistischen form wie heute…
und übrigens hat charles manson auch NIE einen menschen umgebracht! er hat das andere machen lassen. durch seine sekte, die er hatte.
und jack the ripper is ja noch älter… der kennt nich mal pc´s.
und selbst wenn wieso hat ers auf prostituierte abgesehn? (ausser sein letzes opfer)
dazu kommt nicht jeder bringt seine opfer mit pistolen, mg´s und wie se alle heissen umbringen.
sehr delekat ist auch der herr nichols… hat seinen opfern körperteile abgeschnitten und “eingekleidet”
nach den medien hat er wohl zu viel sims gespielt!?!?
ich denke nicht…
11. März 2009 um 18:19
Was mich erstaunt ist, das Mädchen allem Anschein nach nicht diese Probleme mit der Gesellschaft haben, denn ich habe noch nichts von einer Amokschützin gehört.
Auch das Täterprofil, gibt mir zu denken. Hierbei handelt es sich meist Junge Männer zwichen 15 und 19 Jahren und die zunehmende Häufigkeit beängstigt mich.
Meiner Meihnung besteht schon ein Zusammenhang von sogenannten Egoshooterspielen ( wie kann man das Spiel nennen, bei dem man auf jemanden schießt, auch wenn es nur virtuell ist, dass ist einfach nur krank) sozialer Vereinsamung und Realitätsverlust.
Ich hatte wohl das große Glück, eine Jugend ohne Computer erleben zu dürfen. Auch wir hatten unsere Probleme und Sorgen, und uns wurde noch weniger Gehör geschenkt. Aber keiner wäre auf die Idee gekommen solch eine Wahnsinnstat zu begehen. Mir sind jedenfalls keine mit solch schockierendem Ausmaß bekannt, die von Jugendlichen, zum damiligen Zeitpunkt verübt worden sind
11. März 2009 um 18:45
Das übliche “Spiel”…. kaum passiert ein Amoklauf, sofort gehen die Diskussionen nach wieso, warum, weshalb los.
Vergeßt alle Erklärungsversuche. Gegen Amokläufer gibt es keinen 100%igen Schutz.
Diese Menschen sind wie Selbstmörder auch (Amokläufer begehen einen sogenannten “erweiterten” Suizid!) in keinster Form erkennbar, berechenbar oder gar zu stoppen. Dazu müßte man jeden Menschen dieses Planeten 24 Stunden rund um die Uhr á la “Big Brother” oder “1984″ überwachen.
Seid mal ehrlich: Wer von Euch hat noch nie für sich selber im Stillen gedacht “Den oder Die bringe ich um”. Aber wer setzt so was schlimmes dann auch wirklich um?
Ich spreche hier aus eigener Erfahrung:
Mein Mann hat selbst vor einigen Jahren Suizid mit einer Waffe begangen.
Ohne Vorwarnung, ohne Abschiedsbrief. Ich war dabei, ohne es verhindern zu können. Weshalb er mich nicht “mitgenommen” hat, wer weiß das schon, außer ihm selbst.
Niemand kann dem anderen in den Kopf schauen. Nach außen relativ normal, ein paar Macken vielleicht, aber deshalb an so was denken?
Die Grenze zwischen Suizid und Amok ist kaum erkennbar. Ich stelle mir das so vor, als würde im Gehirn eines solchen Menschen durch irgendeine Kleinigkeit eine Art Schalter umgelegt. Und dann denkt der Betroffene nur noch an sich, seinen Haß, seine Gefühle, seine Wut usw. Die Konsequenzen, die Gedanken an das Leid der Betroffenen, das alles wird einfach ausgeblendet.
Und dann nimmt das Schicksal einfach seinen Lauf. Das war schon immer so, daran wird sich auch nach 1000en Erklärungen nichts ändern. Auch wenn das jetzt und hier hart klingt!
Aber so sind nun mal die Menschen: Wenn wir vor etwas stehen, daß uns völlig fassungslos macht und wir wissen nicht mehr weiter, dann verfallen alle ganz schnell in einen Verzweiflungs-Aktionismus.
Und nach einiger Zeit, die Trauerfeier ist vorbei, das Geschwafel der Politiker findet ein neues Wahlkampf-Thema. Und die Erde dreht sich weiter, als wäre nix geschehen!
Deshalb:
Genieße jeden Tag, als ob es Dein letzter wäre…….
11. März 2009 um 18:49
Ich glaube, es spielen mehr Mädchen Egoshooter, als man denkt. Neben den Sims mach ich das auch hin und wieder, aber ich halte mich und die Leute in meinem Umfeld dennoch für durchaus in der Lage zu beurteilen, ob ich einen echten Menschen oder eine K.I vor mir habe. Wenn jemand ein Problem hat so etwas zu unterscheiden oder ohnehin schon einen psychischen Knacks hat sind solche Spiele zweifellos der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen kann (oder ein blutiger Horror-/Action-/Splatterstreifen). Aber um derart agressiv auszuticken braucht es mehr als ein Computerspiel, meiner Meinung nach jedenfalls.
Amokläufe gab es zumindest im Ausland (Deutschland habe ich gerade nicht wirklich im Hinterkopf). Brenda Spencer (16 Jahre) hat ihren Amoklauf 1979 verübt – da gab es nicht wirklich Egoshooter oder Internet. Da haben wir übrigens auch die Amoschützin, die es so selten gibt.
Vielleicht ist das zunehmende Maß ganz einfach durch dei Medien zu erklären. damals wurde das nicht so aufgebauscht und nicht in zig Sondersendungen international berichtet, wie das heute der Fall ist. Jemand, der aus irgendeinem Grund Beachtung sucht, findet sie so ganz sicher.
Ich habe auch das Gefühl, dass im Grunde nur bei so etwas nach den Gründen gesucht wird, sobald aber ein Politiker seine Kinderpornosammlung hütet wird mal kurz drüber berichtet um es dann wieder fallen zu lassen.
11. März 2009 um 18:51
@ “der knall im All”:
“I don´t like Mondays” …. das ist nicht nur ein Lied, sondern die Geschichte eines echten Amoklaufs, ausgeführt von einem Mädchen!
11. März 2009 um 18:52
@ Vergeßt Erklärungsversuche
Den Gedanken hatte ich bei meinem Beitrag auch.
11. März 2009 um 19:37
@ “Vergeßt Erklärungsversuche”
Womit du Recht hast, das weiß ich dank BOB auch seit ein paar Wochen, habe es aber nicht bedacht.
Aber mal ehrlich das ist eine seltene Ausnahme
11. März 2009 um 19:51
Ja klar, Mädchen/Frauen sind bei Amoktätern die Ausnahme. Allerdings gibt es unter den Frauen auch weniger Gewalttäter, Mörder usw.
Vielleicht neigen Frauen eher dazu, ihre Probleme zu bereden und sich ihren Gefühlen zu stellen. Aber trotzdem gibt es auch Frauen, die völlig austicken, jeglicher Logik widersprechend! Wie soll man das erklären? Wie erklärt man, daß eine Mutter ihre eigenen Kinder umbringt?
Es wird niemals die allgemein gültige Erklärung für solche Taten geben!
11. März 2009 um 20:49
Weil es so ungeheuerlich ist, dass man es sich selbst kaum vorstellen kann
12. März 2009 um 04:05
Liebe Leute, aus meiner Sicht halte ich es für sinnvoll die Tat des Jugendlichen in den gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.
Machen wir uns nichts vor, den Regierenden dient diese Tat als willkommenes Ablenkungsmanöver von der momentanen Misere obwohl es, wie ich meine durchaus Verbindungen zur gegenwärtigen Fianzkrise gibt
Haben uns noch vor kurzem die Eliten unseres Landes suggeriert, der Markt regele alles, die Jugendlichen hätten den Marschallstab im Tornister sie müssten nur wollen, als Exportweltmeister gebe es keine Armut in Deutschland, die Rente sei sicher und die Arbeitslosigkeit sinke drastisch.
Diese Superlative haben sich binnen kurzer Zeit in ihr Gegenteil verkehrt. Der Markt ist zusammengebrochen, die neoliberale Wirtschaftsführung hat sich ad absurdum geführt, für Schüler ist ihre Karriere bereits mit dem Schulabschluss beendet, die Arbeitslosigkeit steigt rapide und damit die Armut in Deutschland und die Rente? Darüber braucht man sich bald keine Gedanken mehr machen.
Eine Gesellschaft die jahrelang über Jugendliche von verlorenen Generationen spricht, braucht sich über ausrastende Schüler oder ehemalige Schüler nicht zu wundern, denn wer Sturm sät wird einen Orkan ernten. Ein Mensch der sich darüber bewusst wird, dass er bereits an der Starlinie stehend, den „Lauf durchs Leben“ beendet hat, kommt – vorsichtig formuliert – schon mal auf irre Gedanken.
Die „Säulen der Wirtschaft“, die Bankiers die mehr als 40 (!) Billionen Euro zum großen Teil in ihre Taschen gesteckt haben, gerieren sich nun als notleidend und schlüpfen ganz smart unter den Rettungsschirm den die Regierung für sie aufgespannt hat. Was aber wird gegenwärtig für sozial und materiell Benachteiligte getan? Was für Kinder und Jugendliche aus armen Familien? Fast nichts, der Kinderregelsatz der nach allen Aussagen der Fachleute viel zu niedrig bemessen ist, soll demnächst erhöht werden, allerdings wird das Kindergeld von Transferleistungsbeziehern immer noch als Einkommen angesehen und vom Regelsatz abgezogen. Natürlich bekommen Millionäre und Milliardäre, sofern sie Kinder haben, im Gegenzug Kindergeld.
In einer pathologischen Gesellschaft ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen zu extremen Mitteln greifen. Nicht, dass ich solche Verhaltenweisen damit entschuldigen will, allerdings muss sich unser Blick mehr auf die gesellschaftlichen Missstände und Defizite richten, als auf Menschen, die sozusagen durch den Rost gefallen sind.
12. März 2009 um 04:17
Liebe Leute, aus meiner Sicht halte ich es für sinnvoll die Tat des Jugendlichen in den gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.
Machen wir uns nichts vor, den Regierenden dient diese Tat als willkommenes Ablenkungsmanöver von der momentanen Misere obwohl es, wie ich meine, durchaus Verbindungen zur gegenwärtigen Fianzkrise gibt.
Haben uns noch vor kurzem die Eliten unseres Landes suggeriert, der Markt regele alles, die Jugendlichen hätten den Marschallstab im Tornister sie müssten nur wollen, als Exportweltmeister gebe es keine Armut in Deutschland, die Rente sei sicher und die Arbeitslosigkeit sinke drastisch.
Diese Superlative haben sich binnen kurzer Zeit in ihr Gegenteil verkehrt. Der Markt ist zusammengebrochen, die neoliberale Wirtschaftsführung hat sich ad absurdum geführt, für Schüler ist ihre Karriere bereits mit dem Schulabschluss beendet, die Arbeitslosigkeit steigt rapide und damit die Armut in Deutschland und die Rente? Darüber braucht man sich bald keine Gedanken mehr machen.
Eine Gesellschaft die jahrelang über Jugendliche von verlorenen Generationen spricht, braucht sich über ausrastende Schüler oder ehemalige Schüler nicht zu wundern, denn wer Sturm sät wird einen Orkan ernten. Ein Mensch der sich darüber bewusst wird, dass er bereits an der Starlinie stehend, den „Lauf durchs Leben“ beendet hat, kommt – vorsichtig formuliert – schon mal auf irre Gedanken.
Die „Säulen der Wirtschaft“, die Bankiers die mehr als 40 (!) Billionen Euro zum großen Teil in ihre Taschen gesteckt haben, gerieren sich nun als notleidend und schlüpfen ganz smart unter den Rettungsschirm den die Regierung für sie aufgespannt hat. Was aber wird gegenwärtig für sozial und materiell Benachteiligte getan? Was für Kinder und Jugendliche aus armen Familien? Fast nichts, der Kinderregelsatz der nach allen Aussagen der Fachleute viel zu niedrig bemessen ist, soll demnächst erhöht werden, (warum nicht schon am Anfang diesen Jahres?) allerdings wird das Kindergeld von Transferleistungsbeziehern immer noch als Einkommen angesehen und vom Regelsatz abgezogen. Natürlich bekommen Millionäre und Milliardäre, sofern sie Kinder haben, im Gegenzug Kindergeld. Man gönnt sich ja sonst nichts!
In einer pathologischen Gesellschaft ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen zu extremen Mitteln greifen. Nicht, dass ich solche Verhaltenweisen damit entschuldigen will, allerdings muss sich unser Blick mehr auf die gesellschaftlichen Missstände und Defizite richten, als auf Menschen, die sozusagen durch den Rost gefallen sind. Deshalb fordere ich alle “kritischen Geister” auf, macht mit bei den bundesweiten Demonstrationen am 28, 03. unter der Losung: Wir zahlen nicht für Eure Krise!
12. März 2009 um 06:05
Ich finde´s soooooooo klasse:
gerade hab ich in den Nachrichten gehört, dass man vermutet, dass der Amokläufer es auf SchülerINNEN abgesehen habe, da 8 von 9 Toten weiblich waren.
Gestern Abend sagte man aber im Fernsehen schon, dass dies höchstwahrscheinlich daran liegt, dass an der Tür, durch die er kam nur Mädchen saßen und damit direkt im Ziel waren!!!
Außerdem fangen die Diskussionen schon an, die wir befürchtet haben: Er hat Ego-Shooter gespielt, jetzt muss man das Waffengesetz überdenken – Überlegungen wegen Detektoren und Sicherheitspersonal an Schulen ect. Das Schlimme ist, dass in 2 Wochen schon keiner mehr darüber redet oder nachdenkt…
12. März 2009 um 06:51
Eines zeigt diese traurige Ereignis: Man muß nicht mehr mehr auf die bösen USA zeigen, deren Recht auf Waffe einen Amoklauf (wie auch immer geartet) zu lässt…
12. März 2009 um 06:55
ich finde die medien sind eh die schlimmsten…
die täter wollen ansehen und macht zeigen und dadurch werden sie auch noch schön ins rampenlicht gestellt… aber die, die überlebt haben sind mind. genauso schlimm!
DIE kotzen vor der kamera rum ich würd den ganz gewaltigen vogel zeigen mich nach soner sache im fernsehen zu zeigen und drüber zu reden..
*kopfschüttel
12. März 2009 um 07:07
Ich finde es auch schrecklich, was passiert ist. Aber noch schrecklicher finde ich, wie solche Sachen von den Medien ausgeschlachtet und breitgetreten werden. Dazu paßt auch die Aussage eines Psychologen, der gestern gesagt hat, das es noch unzählige Leute gibt, die Probleme haben, gestört sind, oder sonst irgendwie Krank und durch solch eine Berichterstattung endlich einen möglichkeit gezeigt bekommen. Ist ja schon komisch, am 10. Massaker in den USA, reiserische Berichte, zack am 11. in Deutschland fast das selbe. Außerdem gibt es auch Leute, für die das Leben weiter geht und die nicht auf jedem sender den selben Sonderbericht mit irgendwelchen verlogenen Politikern sehen wollen.
12. März 2009 um 07:34
Ich denke betroffen sind wir alle nur schwang bei mir schon gestern ein gewisser Ärger mit, weil klar war, dass der junge Mann bestimmt auch Egoshooter hatte (sind eigentlich alle egoshooter böse oder nur counterstrike)!!!
Ich denke da wird sich schlicht mal wieder die simpelste Lösung gesucht, denn wenn die spiele schuld sind muss man sich nicht fragen, wie es kommt das Amokläufer meistens zuerst Ihre Schulen aufsuchen!?! Aber das liegt bestimmt daran, dass es in Schulen auch PC`s gibt…
So drängt sich mir die ein oder andere Frage auf:
Ja viel Amokläufer spielen Egoshooter – und viele Schwule sehen fern
Egoshooter machen mich zum Amokläufer – macht fernsehn dann schwul???
Ich koche gern – ist Tim Melzer Schuld wenn mir eines seiner Gerichte nich gelingt?
Und wenn die Theorie mit der “bösen Spielen” stimmt, wieviele Amokläufer müsste es dann in Korea geben?(Wenn die Ausrede hierfür das andere System ist… einfach ma Gedanken machen!) Und letztlich was ist mit meinem Freund? Der spielt mit Menschen auf der ganzen Welt – muss ich mir sorgen machen, dass die n Anschlag planen???
Zur Schuldfrage bleibt eigentlich nur eines: ES GIBT KEINE ANTWORT!!!
Und das Traurigste ist, würden Amokläufe öfter passieren würde die Frage nicht mehr aufkommen. Flugzeugabstürze sind immer noch schlimm aber sie passieren so häufig das sich keiner mehr so intensiv nach den Gründen fragt!!!
Das einzige was Abhilfe schaffen könnte scheint leider momentan aus zu sein:
GUTE MENSCHEN!!!!!!!!!!!!!!
12. März 2009 um 08:21
Willkommen im 21. Jahrhundert.
Statt zu fragen warum, hätte man zuhören müssen. Das hat offensichtlich keiner gemacht.
12. März 2009 um 08:27
@ Carsten:
Man kann den Menschen doch keinen Vorwurf machen, wenn sie so kurz nach dieser Tat von Journalisten befragt werden, sagen sie was ihnen durch den Kopf geht und handeln nicht rational, wenn Menschen in der Entwicklungsphase Zeugen von diesen Extremsituationen sind ist die Auswirkung auf eben diese ungewiss.
Zur Verschärfung des Waffenrechts:
Ich bin selbst Jäger und somit im Besitz von Feuerwaffen, halte mich aber an das geltende Recht und schließe diese in dafür vorgesehene Tresore ein und beware den Schlüssel sicher auf.
Wenn man nun die Waffe aber zum Selbstschutz im Nachttisch aufbewahrt, verstößt man ganz klar gegen geltendes Recht, somit würde eine Gesetzesänderung nichts bewirken.
Man ändert doch nach einem Autounfall auch nicht die StVO.
Aber im Umkehrschluss stelle ich mir natürlich die Frage, wenn ich meinem eigenen Sohn nicht vertrauen kann, wem dann?
12. März 2009 um 09:33
Wir redenn und diskutieren hier! In ein paar Wochen redet keiner mehr darüber, weil dann weider was anderes interessanter ist! So Leute wollen Aufmerksamkeit haben und die bekommen sie auch, weil jeder darüber redet und rum diskutiert! Und wenn das Thema nicht mehr Nr. 1 interessiert es doch keinen mehr! Erst wenn der nächste Amok läuft wird wieder überlegt was man tun kann, damit so etwas nicht mehr passiert! Anstatt den ganzen Ballerspielen usw. Schuld zu geben und zu überlegen was wegen dem Waffengesetzt usw. zu ändern, sollte man lieber in die Schulen rein gehen und sich um die Jugendlichen kümmern! Mit den Eltern redet man nicht über alles oder vllt. auch überhaupt nicht aber wenn Hilfe von Außen kommt nimmt man die eher an! Okay nicht alle aber der andere Teil wird sie annehmen und den einen oder anderen kann man vllt. Helfen.
Ich finde, vllt. hab ich auch unrecht, dass zu wenig für die Jugendlichen gemacht wird! Man sollte sich mehr um die Jungendlichen kümmern aber auch die jüngeren darf man da nicht vergessen!
Hat jemand Supernanny geschaut? Da holen sich ja die Eltern auch Hilfe von außen und nach ner Zeit haben die Eltern liebe Kinder, die vorher gebissen haben, ihre Eltern beschimpft hatten, die Eltern getretten hatten! Mit Gewalt haben sie gezeigt, dass sie Aufmerksamkeit brauchten und die Eltern haben dann nur zurrück geschrien oder vllt. auch noch geschlagen! Kaum war Hilfe da hat man mit viel Gedult Eltern und Kindern gezeigt das man auch ohne Schläge, ohne Schimpfwörter usw. miteinander reden konnte und auch auf ne andere Weise Aufmerksamkeit bekommen kann!
Wie schon oben geschrieben sollte man generell mehr für Kinder/Jugendliche tun anstatt nur zu überlegen was man für Gesetzte umändern kann!
12. März 2009 um 09:59
@ Freundin eines Gamers…ich gebe dir vollkommen recht. Mein Freund und sein Bruder sind auch zokker!
Was auch mal zur rede kam war, dass Amokläufer auch Metal gehört haben! Wollen sie jetzt auch diese Musikrichtung verbieten ?!
Was ist denn Mit Hip Hop/ Rap Musik. Als ob die besser ist! Das ganze (möchtegern) Gangsta gehabe ist ja nicht gerade der Frieden auf Erden! z.B. wurde eine Freundin von mir (hört Death Metal) von Fünf Hoppern Krankenhausreif verprügelt (auf dem weg zur Schule). Den Lehrern ging das mal voll am Ar… vorbei. Die haben nicht einmal reagiert!
Danke liebe Hopper….dank euch sind Rocker gern gesehener als ihr!!!
Ich glaube dass potenzielle Amokläufer auf jedenfall durch die Gesellschaft dazu gebracht wurden. Anstatt solche Menschen mit Liebe und zuneigung entgegenzutreten, werden sie ausgeschlossen und gemieden wie ein Geschwürr! Und weder Eltern noch Lehrer interessieren sich dafür. Aber nicht nur in der Schule gibt es Amokläufer. Was ist den mit den Erwachsenen, die ihre Ehepartner, Kinder, Arbeitskollegen, etc. erschiessen?! Spielen die Auch Egoshooter?? Welche Musik hören die? Oder welche Filme schauen sie sich an? Ich denke ebenfalls, man kann nicht alles auf die Medien schieben.
12. März 2009 um 10:08
ICH SPIELE KILLERSPIELE UND WERDE KRANKENSCHWESTER!!!!!!!
und lauf ich deswegen Amok und baller alle um????
IN schulen sollte es Psychologen geben die sich und kinder kümmern den es offensichtlich nicht gut geht.
oder würde es den dummen sau dämlichen politikern gut gehen wenn die gemobbtt werde würden.
WIR KÖNNEN ES JA MAL TESTEN.
DIE armen spiele können nichts dafür der mensch hat sich das allein eingebockt wenn man andere seelig und geistig quält.
und jeder weis kinder und jugendliche können verdammt grausam sein.
12. März 2009 um 10:10
Also ich bin von dem Vorfall nicht betroffen, Entsetzt oder sonst wie geschockt. Vermutlich liegt es daran, daß ich Crysis auf meinem PC habe…ja, ganz sicher liegt es daran.
Ich muß sagen, ich verstehe solche Amokläufer, sicher nicht alle aber doch einige. In jeder Schulklasse gibt es die Gruppe der Starken, die der Chaoten, einen Klassenkasper und den Schwächling. Letzterer wird seine ganze Schullaufbahn nur getreten und geprügelt, manchmal körperlich aber oft genug nur seelisch, da reichen schon ständige Bemerkungen, Beleidigungen oder einfach Ausgrenzung. Liegt es am Aussehen, der Unsportlichkeit, der Kleidung, der Naivität, den guten Noten oder sonstigen Nichtigkeiten, wird man erst mal als Prügelknabe auserkoren, bekommt man das nie mehr los, die Chaoten riechen es an einem wie ein Hund die Angst.
Ja, ich verstehe solche Amokläufer wirklich. Zu meiner Zeit gab es nur einfache Computerspiele, keine Egoshooter wie heute aber wäre ich in einem Umfeld aufgewachsen mit selbstverständlichem Zugang zu Waffen, hätte ich evtl. auch so einige Peiniger umgenietet. Warum habe ich das nicht? War ich zu schwach? Ich glaube es lag an der anerzogenen Hemmschwelle und dem großen Glück an keine Waffe kommen zu können.
Ein Amokläufer trägt die rechtliche Schuld an seinen Tatan aber auch die moralische Schuld? Da gibt es Andere, die Erziehung der Eltern, all die maltretierenden Klassenkammeraden und unsere Gesellschaft, die gerne die Augen vor sowas verließt. Solange es einen Schwachen gibt, steht man nicht selbst in der Schußlinie.
Nein, ich habe kein Mitleid, keine Betroffenheit, ich fühle mich erinnert an Vorfälle die ich sehr gut nachvollziehen kann, nur daß dieser Junge seinen Haß umgesetzt hat, viele…sehr viele Andere tragen diesen noch heute in sich.
Unsere Seele hat mehr Narben als unser Körper, nur in der Kindheit und Jugend sind diese Narben noch frisch und wund.
Bin ich jezt auch ein Gefährlicher? Ja, für unsere ignoranten und mediengeilen Politiker ganz sicher.
12. März 2009 um 10:16
@ Klara: Man kann die Jugend nicht mit einer Sendung vom Privatfernsehen vergleichen. Das hat Sie nicht trotz aller Umstände nicht verdient
Ich denke, die Mißstände sind die Medien, die das jetzt komplett ausschlachten werden. Es werden falsche ideale vorgegeben, deren sich junger Leute gerne bedienen.
Jemand der dann aus irgendwelchen Gründen aus der Reihe fällt, hat es schwer.
Ich bin ganz klar der Meinung, dass man sowas auf die Medien schieben kann.
Das Programm stumpft ab. Boulevardzeitungen machen Hetze gegen Ausländer/Arbeitslose/andere Minderheit ihrer Wahl. Big Brother is watching you.
Dem Menschen wird das Denken genommen. Sein wertvollstes Gut. Und soziale Ausgrenzung, pure Verzweiflung, absoluter Selbsthass und ein fehlendes Ventil um seinem Frust Herr zu werden führen dann unter Umständen zu solchen Taten.
@Tamara:
Kommentare wie:”Danke liebe Hopper….dank euch sind Rocker gern gesehener als ihr!!!” in einer solchen Diskussion zu bringen zeugen nicht gerade von geistiger Reife. Du sagst, man kann nicht alles auf die Medien schieben, aber schimpfst gegen eine andere Musikrichtung!?
Alles andere was ich zu dem Thema sagen könnte, gehört nicht in diese Diskussion.
12. März 2009 um 10:25
Hallo,
kurz zu meiner Person. Ich bin 31, Kaufmann bei der Lufthansa, habe ein geregeltes Einkommen, eine 3 Zimmerwohnung. Habe sportliche Hobbys wie Squash und Freunde. Bin gerne unterwegs und habe Spaß am Leben. Und….ich bin ein Gamer.
Ja ich habe PC, Xbox360 und eine PS3 daheim.
Und trotzdem verspüre ich nie einen Gedanken daran eine Amoktat zu tätigen. Auch wenn ich eigentlich laut vielen Wissenschaftler doch eigentlich an nichts anderes denken dürfte. Ich spiele auch gerne Ballerspiele und wenn ich mit meinen Jungs zusammen spiele kommt schon mal das eine oder andere Kommentar, das auch so manchen Wissenschaftler zucken lassen dürfte. Dennoch habe ich keine Waffen daheim außer vielleicht das Brotmesser in der Küche.
Es ist einfach nur affig, dass immer wieder versucht wird, die Spielindustrie in die Verantwortung zu ziehen. Natürlich sieht ein Mensch der psychisch angeschlagen ist, solche Shooterspiele anders als ich und meine Jungs. Aber dennoch sind sie nicht der Auslöser oder gar Ursprung des ganzen.
Das der arme Kerl keine Freunde hatte, keine Freundin, die Lehrer ihn nicht beachteten, selbst dann nicht als er nur 5 und 6 im Zeugnis hatte. Die Eltern anscheinend andere Menschen darum baten mit ihrem Sohn zu spielen weil sie nicht mehr an ihn rankamen und der Vater dann noch ein Waffennarr war, dass alles spielt eine Rolle. Das dann noch die Medien jede Amoktat ausschlachten und es zum Presserummel machen und jeden Tag gezeigt wird, wir krank unsere Gesellschaft ist….das alles spielt eine Rolle.
Doch was wird jetzt passieren? Genau, ein neues Verbot für Spieleshersteller und einem USK Zeichen so groß wie die Spielpackung.
Danke, genau das haben wir gebraucht, dann gibt es nie wieder Amokläufer.
Gruß
Ein Gamer
12. März 2009 um 10:26
@Tamara
Geb dir da recht!
Es ist leicht gesagt, dass es die Spiele, Filme, Musik sind! Aber das Jugendliche zu Hause keine Liebe und Zuneigung bekommen und woanders auch nur abgelehnt werden darauf kommt keiner! Die Knder die einfach nur in ne Ecke gesetzt werden und nur der Fernseher läuft, das sind dann die jenigen die sich auch später zurück ziehen und auch ausgeschlossen werden. Das sind dann vllt. auch die jenigen die sich dem Partner unterordnen und als Erwachsener dem Druck nicht mehr gewachsen sind. Andere sind dem Druck als Jugendlicher nicht mehr gewachsen! Ich denken,dass die Gewaltspiele einfach nur die ein Teil des Auslösers sind aber nicht der wahre Grund! der eigentliche Grund können Eltern sein die einen nicht richtig beachten oder Lehrer die einen nicht richtitg ernst nehmen oder auch Schüler die einen verspotten.
Jetzt reden wir alle über den Jungen von gestern aber in paar Wochen redet keiner mehr darüber und dann wird da auch nichts mehr getan! Vllt. werden Gesetzte geändert und es wird was für Jugendliche getan aber irgendwann wird die Hilfe bestimmt auch weniger und irgendwann kommt der nächste und läuft Amok und was ist dann? Sind dann wieder die Ballerspiele Schuld? Wie Tamara frag ich mich auch wer oder was Schuld ist, wenn Baby`s, Kinder durch Erwachsene sterben? Will man dann auch sagen das Mütter Ballerspiele spielen, wenn sie ihre Baby`s umbringen? Wenn Erwachsene ihre eigene Familie auslöschen, waren da auch Ballerspiele daran schuld? We
12. März 2009 um 10:31
also ich habe jetzt schon ein paar mal etwas von Schulpsychologen gelesen. Im Grunde eine gute Idee, aber wenn man mal davon ausgeht, dass “gefärdete” Kinder und Jugendliche gleichzeitig diejenigen sind, die gemobbt, gehänselt oder sonstwie gequält werden, kann man glaube ich nicht mit Psychologen an diese Menschen herantreten. Die fühlen sich doch gleich “verarscht” (sorry – mir fiel kein besseres Wort ein). Wenn dann noch die Peiniger mitbekommen würde, dass so jemand zum Psychologen geht, wäre er doch endgültig abgeschrieben – als “bekloopt” abgestempelt und erst recht zum Prügelknaben gemacht!!! Eine Anlaufstelle sollte es schon geben, aber auch publik gemacht, so dass man davon weiß! Wir haben an meiner Schule einmal einen Vorfall gehabt, dass zwei Mädchen von Fremden grundlos Krankenhausreif geprügelt worden sind. Es gab Anzeichen, dass so etwas passieren würde, aber sowohl Lehrer, als auch Polizei haben erst etwas getan als es zu spät war. Man sollte auch überlegen, dass oft nicht ernst genommen wird, was ein Kind oder Jugendlicher sagt und wenn man nicht ernst nimmt, was ich sage neige auch ich als Erwachsene dazu meinen Worten (z.T. durch Taten) Nachdruck zu verleihen! Außerdem nehmen viele die Gefühlswelt von Kindern und Jugendlichen nicht ernst – dabei ist gerade in der Pupertät dies meist viel heftiger und intensiver als das bei Erwachsenen der Fall ist! Mit Sicherheit erinnern sich die Meisten hier an ihren ersten großen Liebeskummer, aber kaum an den zweiten!!!
Ich bin einfach der Meinung, dass man nicht nur Aufmerksamer auf Kinder und Jugendliche zugehen sollte, sondern auch ernst nimmt, was sie sagen und was sie fühlen… Vielleicht ist auch hierin ein kleiner Teil zu finden, der Amokläufer zu ihrer Tat treibt!!!
12. März 2009 um 10:32
Als ich heute morgen bei BOB in den Nachrichten gehört hab, das jetzt die Idee aufgekommen ist, eine Art “zugangschip” oder Zugangsverschärfung an Schulen einzuführen konnte ich nur den Kopf schütteln. Denn das wird niemanden aufhalten, ich denke wenn jeder Schüler eine solche Karte besitzen würde, wäre es auch ein leichtes an eine dran zu kommen, und außerdem kann ein solcher Amokläufer ja auch noch dort Schüler sein.
Man sollte wirklich mehr Mühe darin aufwenden die Lehrer darin zu Schulen Vorzeichen zu erkennen, und sollten dann auch wissen wie sie handeln müssen. Viel zu oft wird das ausmaß von Mobbing oder anderen zeckereien unter Schülern unterschätzt. Es sind immer nur Kleinigkeiten die sich ansammeln und nach und nach das Faß für den betroffenen zum überlaufen bringen.
Es ist einfach nur tragisch das die Menschen im Umfeld es nicht gemerkt haben und das so viele Menschen sterben mussten.
12. März 2009 um 10:46
@ Ghostwalker
Genau das denke ich auch. Klar hätte der Vater auch die Waffe im Schlafzimmer im Panzerschrank haben müssen und die Munition an einem anderen Ort. Aber wahrscheinlich hätte der Sohn dann trotzdem gewusst wo der Schlüssel liegt – wenn man sich schon innerhalb der Familie so misstraut, dass man davon ausgeht, dass jemand mit den Waffen des anderen irgendetwas anstellt, hätte der Psychologe schon längst hinzugezogen werden müssen.
@Vicky
Aber die ganze Verantwortung kann (momentan) nicht einfach auf die Schule abgeschoben werden. Meine beste Freundin ist Lehrerin und bei den Dingen, die ich dort immer wieder zu hören bekomme kann ich nur den Kopf schütteln. In einer überfüllten Klassen mit bis zu 30 Schülern kann einfach kein einzelner Lehrer den Überblick behalten, wenn davon vier Schüler so verhaltensauffällig sind, dass sie die volle Aufmerksamkeit fordern. Klar dass man dann weniger auf die Stillen achtet, die eventuell in der Pause gemobbt werden.
Die Änderung müsste bei kleineren Klassen anfangen, Schulpsychologen oder besserer nachschulischer Hausaufgabenbetreuung, einer vernünftigen Begleitung und Beratung fürs das folgende Berufsleben (man wird doch egal auf welchem Schulzweig einfach ins kalte Wasser geworfen – “In drei Monaten bekommst du dein Zeugnis, jetzt schreib mal Bewerbungen!”). Wenn man sich in der ohnehin chaotischen Zeit ein bisschen mehr auf allen Seiten um Jugendliche kümmert (und kümmern kann) sollte man frühzeitig Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten erkennen können.
12. März 2009 um 10:52
Da kann ich dir nur recht geben Anny, ich wollte damit nicht die Verantwortung an die Schule und die Lehrer abgeben, genrell bin ich nicht unbedingt der Meinung das man jetzt nach DEM Grund suchen sollte, denn hundertprozentig werden wir den wohl nie erfahren. Aber ein solches “Chipsystem” wie dort angesprochen wurde halte ich eben einfach für nutzlos, und man sollte die Energie und die Gelder die da rein fließen würden eben in andere Dinge stecken.
12. März 2009 um 11:25
@Nuck Chorris
mein Statement “Danke lieber Hopper…” war sarkastisch gemeint. ich hab nichts gegen solche leute oder ihre Musik. Wenn dieses Statement falsch aufgefasst worden ist dann tut es mir leid. Geistige Reife hin oder her.
@Klara
genau das mein ich.
12. März 2009 um 11:25
@Nuck Chorris
Klar kann man die Jugend nicht mit ner Sendung vergleichen die im Fernsehen läuft! Diese Kinder werden auch zu keinen perfekten Kinder! Da werden später auch noch Probleme da sein aber durch die Hilfer der Suppernanny wird ihnen gezeigt das es da noch was anderes gibt außer “Gewalt”!
@Anny
Geb dir da auch recht! Gerade mit dem letzten Satz stimmt ich dir da 100% zu!
Hier ind Deutschland haben wir doch überall Druck! Egal ob es in der Schule ist, an der Arbeit oder es zu Hause ist! In manchen Ländern gibt es den Leistungsdruck nicht!
12. März 2009 um 11:27
Wir sind doch wirklich selbst schuld!
Ich habe keine Kinder, darf aber immer wieder erleben, wie bereits 8-jährige Kinder über einen vollen Terminkalender verfügen und quasi bereits als Kinder “funktionieren” müssen. Jugendliche haben Riesenprobleme damit, ihre Gefühle zeigen zu dürfen. Dazu kommt, dass die Anforderungen an Jugendliche gegenüber meiner Jugend immens gestiegen sind. An den Schulen herscht untereinander eine Atmosphäre der Bedrohung und Gewalt. Außenseiter werden konsequent fertiggemacht. Wer lächelt oder freundlich ist, wird als Looser abgestempelt. Jungs überbieten sich darin, wer mehr Gangsta-mäßig aussieht. Ich habe neulich ein altes Police-Konzert aus den 80-gern angesehen und habe nur gedacht: “wie peinlich!” Warum? Weil die Leute im Publikum gelacht haben, Faxen machten und in die Kamera grinsten! “Das geht ja gar nicht” habe ich noch gedacht. Komisch, oder? Man rekapituliere mal seinen letzten Einkauf -egal wo-. Habe ich der Verkaüferin in die augen geschaut, geschweige denn, ihr “guten Tag” gesagt? Wahrscheinlich nicht. Bestes Beispiel ist die Tanke: Man kommt an die Reihe, die Verkäuferin hebt nur leicht den Kopf, um einen zu begrüßen, man zückt sein portemonnaie und sagt “Die Acht”. Man bezahlt und bevor man sein Restgeld einstecken kann, wird schon der nächste Kunde angenickt. Es gibt dabei überhaupt keine Menschlichkeit mehr. Wir wollen alle so Cool sein und bemerken dabei überhaupt nicht, dass wir abstumpfen. Jetzt stelle man sich mal einen introvertierten uncoolen jugendlichen vor, dessen hormone verrücktspielen……
Wenn es noch einen sinn machen würde, würde ich ja dazu aufrufen, etwas mehr freundlichkeit in den Alltag einfließen zu lassen. Leider befürchte ich, dass es dazu bereits zu spät ist.
schönen Tag noch.
Uwe
12. März 2009 um 11:37
@Uwe genau so hätt ich es ausdrücken wollen^^
12. März 2009 um 11:42
@ Uwe
Jetzt sind wieder alle Anderen schuld, die Welt ist böse und das Leben hart, aber nur weil “ich” mit meinem Leben nicht klar komme, nehme ich nicht nur mir das Leben, nein ich “erlöse” gleich noch 16 weitere Menschen von ihrer widerlichen Existenz.
Wenn ich sowas höre…
12. März 2009 um 11:56
@Ghostwalker:
habe ich da etwa einen Nerv getroffen
Ich versuche nicht, diese Tat zu erklären, bin aber der festen Überzeugung, dass wir als Erwachsene momentan ein denkbar schlechtes Beispiel für Kinder und Jugendliche abgeben.
Ich nehme mich da nicht von aus…..
12. März 2009 um 12:01
@Uwe
genau das meinte ich mit dem Druck! Zu Hause muss man so sein, dass es keinen Stress gibt, in der Schule am beste so die Noten schreiben, dass man kein Versager ist aber auch kein Streber ist, in ner Gang sein, damit man kein Aussenseiter ist, an der Arbeit arbeitet man auch unter Druck! Dann kommen noch lauter Termine dazu! Freizeit in einer Woche sind vllt. nur 5 Stunden. Dann kommen noch lauter Probleme dazu, falsche Freunde, Eltern sind vllt. ein schlechtes Vorbild! Kein Wunder wenn der eine oder andere Amok läuft! Andere haben auch Probleme aber nehem Drogen, nehmen sich selber das Leben, ritzen sich aber wer redet in den Medien über diese Leute kaum jemand. Aber wenn jemand Amok läuft wird es in den Medien ausgeschlachtet! Wenn das nächste Thema kommt ist der Amokläufer doch wieder uninteressant! Der Amokläufer wird dann erst wieder interessant, wenn er nach 6 Monaten oder nach nem Jahr vor Gericht steht! Über den Amokläufer von gestern wird erst wieder geredet wenn der nächste Jugendliche Amok läuft! Und dann sind wieder die bösen Ballerspiele dran Schuld!
12. März 2009 um 12:10
Hi
ich habe jetzt mal alles was ich im Bezug auf diesen Amoklauf in den letzten 24 Stunden gehört, gesehen und gelesen habe mal auf mich wirken lassen.
In den ersten Berichten wurde gesagt, dass es kein Motiv für die Tat gibt.
Nach ca. 2 Stunden wurde gesagt, dass der Junge durch Killerspiele und Gewaltvideos in den Amoklauf getrieben wurde.
Einige Zeit später wurde dann veröffentlicht, dass es fast ausschließlich Mädchen und Frauen erwischt hat.
Aber das interessiert mitlerweile nicht mehr. Man hat nun den PC durchsucht und das ach so schlimme Killerspiel Counterstrike (USK 16) gefunden. Danach wurde berichtet, dass der Junge auf der Flucht noch wild um sich geschossen hat eine übliche Taktik bei CS sei.
Die Politik hat genau wie die Presse ein Ei am wandern.
Wenn der Junge jetzt mit nem Auto in die Schule gefahren wäre hätten sie wohl nach GTA gesucht. Und dann wäre das verteufelt worden.
Es muss einiges in Deutschland gemacht werden. Nur ein Verbot von Killerspielen um Amokläufe zu verhindern ist Schwachsinn.
Für mich müssen die Eltern und das Schulsystem in die Verantwortung genommen werden.
Wenn die Eltern beide Arbeiten und daher keine Zeit haben sich um die Kinder zu kümmern und in der Schule die Klassen bald mit ca. 40 Schülern besetzt sind, wer soll sich dann um die Jugendlichen kümmern?
Auch das an manchen Stellen geforderte Verbot von Waffen im Privatbesitz halte ich für Schwachsinn. Nur wenn jemand eine Waffe haben möchte muss er sich meiner Meinung nach dann jährlich bei nem Arzt vorstellen ob er geistig und körperlich dazu in der Lage ist eine Waffe zu führen. Und um Mißstände bei der Waffenlagerung zu bekämpfen müsste es unangekündigt Kontrollen geben, und wer da auffällt soll sofort mit einer (sehr sehr sehr) hohen Geldstrafe und dem Verlust auf das Recht zum führen einer Waffe bestraft werden.
Und die Politik soll sich mal über die Schulsituatuion Gedanken machen. Wenn in den Klassen bald 40 Leute sitzen, da ist es für einen Lehrer unmöglich sich mit jedem individuel zu beschäftigen.
Ausserdem wäre ich dafür, dass das Lehrerkollegium psychologisch geschult gehört.
Ich habe selbst 2 Kinder (4 Jahre und 10 Monate) und habe jetzt schon ein bissl angst davor was dann alles in der Schule passieren kann.
Und das mit der Anprangerung von Gewaltspielen und -videos angeht, ich habe sehr lange ausschließlich Killerspiele gespielt. Ich höre Rock Musik, wobei es da meist auch in die dunkleren Regionen der Rockrichtung geht. Action- und Horrorfilme sehe ich mir sehr gerne an. Und ich wüsste wie ich mir eine Waffe besorgen kann.
Bin ich jetzt soweit, dass ich in eine geschlossene Anstalt muss?
PS: Wenn der erste Amoklauf mit Schwert, Axt oder Speer kommt und man auf dem Rechner des jenigen WoW findet werde ich über die Begründungen die dann gefunden werden lachen.
12. März 2009 um 12:14
Ich muss mal was sagen: Ich bin erstaunt und sehr dankbar für das Niveau der Diiskussion, die hier geführt wird. Dafür lohnt sich unsere Arbeit. Danke!
12. März 2009 um 12:34
@Manus Dei
ja du bist ein potentieller Mörder *Ironie*
Man kann nur spekulieren, was den Jungen zu so einer Tat bewogen hat. Mein ältester Sohn, jetzt 22, spielt Counter Strike und das nicht erst seit gestern. Aber ein erhöhtes Gewaltpotential habe ich bei ihm nicht feststellen können und finde es auch schlimm, dass wieder und wieder Computerspiele als Auslöser für solche Taten ins Gespräch gebracht werden. Hat man gestern einmal die ganzen Sendungen verfolgt, vor allem die, bei denen Kriminalpsychologen sprachen, konnte man sehr gut heraushören, dass diese Spiele durchaus eine Rolle spielen *können* aber nicht der Auslöser sind. Sie können eine weitere Stufe auf einer Leiter die der Täter nach und nach erklimmt sein. Sicher könnten sie bewirken, dass die Hemmschwelle herabgesetzt wird. Aber Verallgemeinerung bringt da gar nichts.
Mein Mitgefühl an alle, die durch diese Tat für eine lange Zeit traumatisiert sein werden und vor allem an die Angehörigen der Opfer.
12. März 2009 um 12:45
Diese Taten werden immer der eztreme Auswuchs dessen sein, was Hilf-und Perspektivlosigkeit unter jungen Menschen anrichten kann.
Und solange die Herrschaften in Berlin lieber 200 Milliarden für 180 Eurofighter ausgeben, anstatt auch nur einen Teil dieser unglaublichen Summe endlich für unsere Kinder und Jugendliche, für denen Bildung und Zukunft zu investieren, solange wird sowas nicht zu verhindern sein.
Und es sollte auch endlich mal etwas dagegen unternommen werden, das irgendjemand wie der Vater dieses Jugendlichen ein Arsenal von 16 Waffen in der Wohnung legal anlegen kann.
Gruß
Yogi
12. März 2009 um 12:47
Ich glaube alle haben vergessen wie es ihnen in der Jugend ging. Jeder hatte mehr oder weniger heftig in der Pupertät mal agressive Phasen, wo dann auch schon mal der ein oder andere Gedanke der Selbsttötung oder sogar der Tötung einer anderen Person durch den Kopf ging. So etwas ist nichts negatives an Sich. So verarbeiten wir erlebtes und gehen mit Konflikten die wir real zum Zeitpunkt nicht lösen können um. Nein, hier steht etwas ganz anderes zur Diskussion. Wozu benötigt ein normaler Bürger in Deutschland überhaupt scharfe Schusswaffen? Wozu? Zu Hause? Wenn jemand sich als Sportschütze bezeichnet, dann ist das vollkommen in Ordnung. Ich gehe auch davon aus, dass eine große Prozentzahl dem Hobby im Verein nachgeht. Können die scheiss Waffen dann aber nicht auch da bleiben? Muss das Zeug zu Hause sein? Zur Selbstverteidigung? Ist aber nicht gestattet! Um damit zu kuscheln und sich ach wie stark zu fühlen. Ich weiss es nicht. Es sollte mal einer alle Selbsttötungen von Schülern in Deutschland dokumentieren. Dann die rausnehmen wo im Elternhaus kein Zugang zu diesen Waffen vorhanden ist. Dann mal schauen wieviel sich allein aus dem Leben verabschiedet haben. Wird evtl. erschreckend sein. Der Arsch von gestern hatte etwas, er hatte ein scheiss Elternhaus und somit Zugang zu Waffen. Die Eltern gehören beide vor Gericht!!! Er hat Stress, haben 100 andere Schüler und Erwachsene auch, er will jemanden Töten, den Gedanken hatte ich bestimmt auch schon einmal, er wurde nicht geliebt, anderen geht es genauso, ABER es lag zu diesem zeitpunkt eine Waffe frei zugänglich rum. Kurzschluss bis zur absoluten Vollendung. So sieht es aus wenn jemand durchdreht und dann auch noch ne Knarre hat. Hallo da diskutiert doch weiter über Vorsorge und all den Scheiss. Es bringt nix, solange über 60Millionen Schusswaffen (legal und Illegal ) in deutschen Haushalten mehr oder weniger frei zugängliche für Minderjährige rumliegen. Hier liegt die Verantwortung. Schlimm ist immer, dass der 0,00% Satz das Mass aller Dinge ist. Aber wer kann entscheiden ob ein Sportschütze ein Sportler ist oder ein Waffennarr oder evtl ja beides und labiel ist? Das alles hat nichts mit Horrorfilmen und Computerspielen zu tun. Also alle die ich kenne haben eine Zeit gehabt wo wir nächtelang gespielt haben und Spass am “Töten ” hatten, nur keiner ging dann auf Unbeteiligte im realen Leben los… Also hier steht klar im Raum.. Politiker verbietet scharfe Waffen oder verschärft zumindest das Waffengesetz so extrem, dass die Wahrscheinlichkeit des Zusammentreffens von all den negativen Grundlagen so klein wie möglich sein wird. Unmöglich wird dies nie sein!!!! es wird immer wieder einen geben der die Mittel und die Entscheidung trifft und loszieht.
Gruß Pieter
12. März 2009 um 14:21
Die Politik wird es sich wieder leicht machen, Sie werden Gesetze ändern, Vorschriften erlassen, die Schulen bekommen Metalldetektoren und Zugriffskontrollen… aber verhindern kann das den nächten Amoklauf nicht. Wer das wirklich will, und ich bin mir sicher keiner macht das einfach mal so, der wird auch einen Weg finden. Dann geht er halt ins nächste Kaufhaus, Altenheim oder wütet auf der Arbeit.
Aber es wird sich wieder keiner um die Kinder selbst kümmern. Sie werden in den “Goldenen Käfig” gesetzt aus dem sie nur nochmehr ausbrechen wollen.
Und das Computerspiele herhalten müssen ist ja sowieso klar. Ein Verbot von welchen Spielen auch immer wird den nächsten Amoklauf nicht verhindern. Und man mag mir meinen Zynismus verzeihen, aber ich bin auf die Ausreden gespannt wenn der nächste Amokläufer, den es hoffentlich niemals geben wird, auf seinem Computer “Biene Maja” und “Bibi Blocksberg” Computerspiele installiert hat.
12. März 2009 um 14:28
Hallo Bob Hallo Bloggemeinde
Gestern kam bei Plasberg ein Zitat von Johannes Rau. Das trifft die ganze Sache auf den Punkt. Er sagte dieses 2002 nach dem Amoklauf von Erfurt.
“Wir sollten unsere Ratlosigkeit nicht zu überspielen versuchen mit scheinbar nahe liegenden Erklärungen. Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht.”
damit ist eigentlich vieles gesagt.
Leider werden wir nie erfahren was in dem Typen vorgegangen ist, warum er den Amoklauf durchführte.
Jeder Mensch “könnte” eine tickende Zeitbombe sein. Auch mit Verboten, Bestrafungen, Diskussionen und psychologischen Gequake werden wir solche Taten nicht verhindern können. Der Mensch bleibt ein Individuum das wir nicht wie eine Maschine steuern können.
Gruß Andy
12. März 2009 um 15:27
Amokläufe sind immer scheiße, darüber braucht nicht zu diskutiert werden. Was allerdings jedesmal noch schlimmer ist, sind diese heuchlerischen Diskussionen, nachdem es passiert ist. Ausgeschlossen sei mal die Diskussion hier, weil hier wenigstens mal ein bisschen hinterfragt wird.
Johannes Rau hat nur teilweise recht. Der erste Satz ist noch recht okay, während der zweite Satz (”Wir verstehen diese Tat nicht.”) nicht klargeht. Es mag sein, dass man es noch nicht versteht, warum es so weit kommen musste…aber man muss der Sache nachgehen. In dem aktuellen Fall bedeutet das, dass nachgeforscht werden muss, was bei dem Täter in letzter Zeit so gelaufen ist. Und damit meine ich nicht, was er für Spiele, CDs oder Videos in seinem Zimmer rumliegen hat. Vielmehr geht es darum, dass man den schulischen Werdegang des Jungen mal genau durchleuchtet. Haben die Erschossenen ihm vielleicht schon jahrelang das Leben zur Hölle gemacht??? Lehrerinnen, Mitschülerinnen…das sind Leute, die einem 17jährigen ganz schön arg zusetzen können. Und zwar durchaus so, dass man einen psychischen Knacks davontragen kann.
Ich will nicht die Tat irgendwie rechtfertigen, aber es KANN EINFACH NICHT SEIN, dass jemand nur wegen bisschen Counterstrike oder Marilyn Manson zum Gewalttäter wird.
Am schlimmsten war die Diskussion nach dem Amoklauf in Erfurt. Ich erinner mich an ein Magazin (Spiegel oder so), in dem ein Foto von sichergestelltem “Beweismaterial” abgebildet war. Auf dem Foto war das Spiel Counterstrike zu sehen, paar Heavy-Metal-CDs und ein Video von Teresa Orlowski. Hallo??? Hat da jemand den Schuss nicht gehört, oder was??? Das sind Utensilien, die im Zimmer von jedem (!) normalen Jugendlichen rumliegen. Wenn das wirklich alles Beweismittel wären, dann hätten wir in Deutschland schon längst Krieg. Robert Steinhäuser hat die Scheiße abgezogen, weil es in seinem Bundesland einfach unmöglich war, ein ordentliches Leben in Angriff zu nehmen. Das komplette abgefuckte Schulsystem Thüringens wurde als Fußnote erwähnt, aber der Auslöser waren die “Beweismittel”.
Mir scheint es einfach so zu sein, dass die Politiker, Polizisten und wasauchimmer einfach zu weltfremd sind, um die Tragweite eines solchen Amoklaufs überhaupt verstehen zu können. Da werden Sündenböcke gesucht bzw. schon seit Jahren immer dieselben Sündeböcke wieder vorgeführt. Das kann nicht sein. Da muss schleunigst umgedacht werden.
Ein Amoklauf kann, wie ein Selbstmord z.B., ein Hilferuf sein. Und zwar nicht “Hilfe, ich komm bei Counterstrike nicht mehr mit, weil die anderen alle zu gut sind.” sondern “Hilfe, ich komm mit meinem Scheiß-Leben nicht mehr klar. Alle kommen mir dumm, und das schon seit der Grundschule.”
Letzteres kommt zustande, weil’s überall auf der Welt momentan ähnlich abläuft. Kinder werden geboren, von Eltern und Lehrern in Korsette gepresst, in die sie nicht hineinwollen und zu Robotern gemacht. Eine eigenständige Entfaltung ist so gut wie unmöglich.
Wenn man nicht richtig “funktioniert”, findet man nirgends Anschluss. Wegen schlechten Noten wird man von Lehrern fertiggemacht, meistens vor der ganzen Klasse. Da hat meinen Ruf als Versager schnell weg, und den kann man nicht so leicht wieder ablegen. Wenn man 17 ist, kann das die Hölle sein. In dem Alter sollte man feiern, erste Kontakte zum anderen Geschlecht knüpfen und einfach ein bisschen die Jugend genießen. Aber zum Feiern gibt es keinen Grund, und die Mädels wollen von einem Loser eh nichts wissen, vorallem wenn er keine Markenklamotten trägt.
Guckt Euch das Foto von dem aktuellen Amokläufer an. Ist das ein geborener Mörder??? Ist das ein schlechter Mensch gewesen??? Ich sage nein!!! Der hatte einfach keine Freunde und anscheinend niemanden sonst, der ihm immer mal wieder gut zugeredet hat. Und damit meine ich all jene, die sich sonst als “Erziehungsberechtigte”, “Lehrer” oder sonstwas aufspielen. Wenn man so eine Aufgabe übernimmt, dann soll man das gefälligst richtig machen. Ansonsten kann man jemandem das Leben zerstören…und am Ende gibt’s knüppeldicke Konsequenzen, mit denen dann wieder niemand gerechnet haben will.
Nachforschen sollte, wie gesagt, die Devise lauten. Und bitte von Menschen, die wenigstens ein Minimum Gehirn im Kopf haben. Nur leider werden solche Leute nicht auf solche Fälle angesetzt. Viel lieber wird schlau dahergeredet von allen möglichen Leuten, die wahrscheinlich nie selbst in den Genuss einer Jugend gekommen sind. Und dann werden wieder die Paarungsrufe der Verlierer ausgestoßen: “Counterstrike, Marilyn Manson, Slipknot, Filme ab 18 (sogar Pornos, tss)!!!”
Sowas darf nicht vorkommen, das ist klar. Aber die Denkansätze, die gemacht werden, gehen in die falsche Richtung…so wird man dem Problem nicht beikommen können. Da muss schon die Gesellschaft erst hinterfragt und dann irgendwie geändert werden. Wie weiß ich auch nicht, aber ich spiel mich ja auch nicht als Minister oder so etwas auf.
12. März 2009 um 17:54
Hallo!
Also jetz ma ganz ehrlich. Machen wir uns doch nichts vor. Alles was rundherum geredet wird, das der Täter “Killerspiele gespielt hat und es daher zu der Tat gekommen ist, ist doch blödsinn. Als ich im Alter zwischen 13 und 17 war, war ich oft auf Lanpartys. Da wurden natürlich auch die Klassiker wie z.B. Half Life oder Counter-Strike, usw…. gespielt. Also jeder, der damals (-10 Jahre) dabei war, brachte es bis heute nicht auf die Reihe, ein Überraschungsei zu klauen. Ich will damit nur sagen, dass man von solchen Spielen nicht auf die Idee kommt, jemanden umzubringen oder etwas Unrechtes zu tun. Wer den Drang zur Gewalt hat, hat den auch ohne Killerspiele. Hier fehlt es einfach an Zuneigung vom Elternhaus. Diese wird bei solchen Menschen schon in frühen Jahren vernachlässigt. Dazu kommt noch, das diese junge Menschen einfach nicht wissen was sie nach der Schule oder der Arbeit mit sich anfangen sollen. Hier fehlt es an sozialen Strukturen, wie z. B. ein Engagement in einem Verein. Aber ganz ehrlich: Die Jugend hat immer weniger Lust (mal freundlich ausgedrückt), nach der Schule oder der Arbeit noch irgendwas zu machen oder sich ehrenamtlich zu engagieren. Lieber lungern sie dann auf den Straßen rum und kommen so auf dumme Gedanken.
Die Politik sollte lieber mal auf die Straßen schauen, als nur warme Worte in den Medien abzugeben. Wenn ich schon das Wort “Prävention” höre, dann quillt mir die Galle über! Genauso wie: Eltern sollten mehr mit ihren Kindern über Gewalt reden. So viel zum Thema “Die Supernanny”. Wenn Eltern schon jemanden brauchen, die ihre Kinder erziehen, wie sollen sie denn nun mit ihren Kindern über Gewalt reden??? Die Politik sollte hier ganz andere Wege einschlagen!!!
Schön das es Blogs wie diesen gibt, wo man mal seine Meinung Kundtun darf!
P.S.: Die Familien, der Opfer, haben mein Mitgefühl!!! Scheiße, was da pssiert ist. Armes Deutschland!!!
12. März 2009 um 19:08
Ich frage mich, warum nie jemand darüber spricht ob ein Vater der nach einem sogenannten “Familiendrama” Frau und Kinder tötet, Killerspiele auf dem Rechner hat. Komischerweise wird so etwas nur bei Jugendlichen diskutiert.
12. März 2009 um 20:50
Hi Arsch Garfunkel, ich muss dich gerade mal zitieren:
~Ein Amoklauf kann, wie ein Selbstmord z.B., ein Hilferuf sein. Und zwar nicht “Hilfe, ich komm bei Counterstrike nicht mehr mit, weil die anderen alle zu gut sind.” sondern “Hilfe, ich komm mit meinem Scheiß-Leben nicht mehr klar. Alle kommen mir dumm, und das schon seit der Grundschule.”~
Das fand ich einfach nur auf den Punkt getroffen, denn genau so ist es. Nur werden eben wieder ganz schnell die “typischen” Auslöser vorgeschoben, auf die Art, >hauptsache mal was gesagt< was einfach nicht geht.
Ich meine, jetzt ganz ehrlich, da hat man als Mutter oder Vater doch irgendwann Angst das eigene Kind noch zur Schule zu schicken, denn das ist ja leider nun kein Einzelfall mehr.
Ich denke auch, das es eben einfach wichtig ist das gerade bei Jugendlichen, die eben Probleme in Schule und oder Umfeld haben mehr darauf geachtet wird. Ich meine, was hat man in dem Alter denn schon viel außer Eltern und Freunde. Und das ist auch genau das wo es drauf ankommt. Das man wirklich jemanden hat mit dem man über Alles reden kann. Und wenn man das in dem alter nicht hat kann das eben auf dauer unter Druck un Stress zur Bombe werden. Das denke ich zumindest.
lg
12. März 2009 um 22:13
die angehörigen und betroffenen dürfen sich meines mitgrfühls sicher sein. jedoch muß ich sagen, das ich auch an diesem amoklauf (wie an allen anderen auch) nichts ungewöhnliches und gefährliches finde. menschen die andere umbringen gab es schon immer und wird es immer geben. egal welche maßnahmen sich das “normale” volk ausdenkt um dies zu verhindern. es liegt im lauf der dinge, das der tod wann und wie auch immer zuschlägt. schön und angenehm ist das nie. es wird immer trauernde und leidende geben die zurück bleiben. einen sinnvollen tod gibt es nicht. darum ist es doch schon sehr egal durch was man stirbt. ob tim und seine vorgänger nun krank im kopf sind, oder nicht kann nur derjenige mit bestimmtheit sagen, der in die gedankenwelt derer eintritt erhält, die diese taten vollbringen.
ich persönlich würde lieber durch eine kugel eines amokschützen sterben als langsam an einer krankheit zu verrecken.
letztendlich ist alles schicksal!!!!!!
lg
13. März 2009 um 03:36
Was sagt Johannes Rau: “Wir verstehen diese Tat nicht.”?
Ach was?!
Für einen Amoklauf gibt es in dieser abstrusen Menschen-Welt wirklich mehr als genug Gründe!
Aus der Heile-Welt-Sicht von Johannes Rau kann man den Amoklauf genauso wenig “verstehen” wollen wie den täglichen Wahnsinn der perversen Intelligenz des Menschen gegen sich selbst und die Natur (siehe China, Indien, Pakistan, Äthiopien, USA, Israel, die Europäische Union, die Weltmeere, Polkappen, die Regenwälder…).
Aber wer stellt endlich die entscheidende Frage, wie der Schüler überhaupt an die Waffe kam, die er niemals hätte in Händen halten dürfen? Die ihn wirklich erst dazu befähigt hat, den Gedanken Taten folgen zu lassen?
Der Vater hätte sie in einer Nachttischschublade aufbewahrt, hieß es in den Nachrichten…
Warum und wofür braucht die Menschheit Waffen?
Hm, eine Antwort ist definitiv: um damit Geld zu scheffeln, und im Waffenverkauf tummelt sich Deutschland ja auch erfolgreich an der Spitze, nicht wahr? Exportweltmeister, soso!
Unmittelbar nach der Tat offenbaren Politiker wie Statistiker wieder mal ihre sattsam bekannte Hilflosigkeit, wenn sie herausgefunden haben wollen, dass der Schüler auffallend mehr Mädchen als Jungen getötet hat.
Wirklich?! Ist das möglich???
D i e s e Erkenntnis hilft den Hinterbliebenen ungemein!
Wäre es vielleicht denkbar, dass solche unterbelichteten O2-Vernichter schon allein durch ihre Präsenz Grund genug für solch einen Amoklauf liefern?
Vielleicht trifft’s ja immer nur die Falschen, weil man an die wahren Verrückten nicht so leicht rankommt…
Wie dem auch sei: mich erinnert dieser Zustand irgendwie bereits im Ansatz an die USA, wo man stolz ist auf Waffenbesitz für jedermann, angeblich ja nur zur Selbstverteidigung.
Wird Deutschland diesem Irrglauben folgen?
This is my answer for USA and NRA and everyone else who needs weapons:
To shoot for defense is like fucking for virginity!
13. März 2009 um 11:10
Erschreckend zu hören, dass in den USA diese *Ballerspiele* im Militär eingesetzt werden zu Schulungszwecken.
13. März 2009 um 11:20
Tag zusammen,
ich habe ja wohl auch einen “pot. Amokläufer” großgezogen.
Mein Sohn ist “waffenbegeistert” seit er 3, oder 4 Jahre alt ist. Es fing alles mit Revolvern und Flitzebögen an. Als er dann zum 5. Geburtstag von Opa, Papa und Nachbarn Gewehr, “Piratenpistole” und einen Bogen bekam, habe ich mir diese Männer auch mal ” zur Brust ” genommen. Es half aber alles nichts. Die Sammlung wurde ständig vervollständigt.
Heute ist dieser Junge 18 Jahre alt und hat sich niemals in seinem Leben unangemessen aggressiv gezeigt. Er hat sich aber auch niemals unverstanden, als mittelmäßiger Looser oder sonstwie gebeutelt gefühlt. Er weiß genau, was er kann, was nicht, was das Leben für Probleme mit sich bringen kann und wie man diese lösen kann. Wo man sich Hilfe holt und wann man Dingen aus dem Wege gehen sollte.
Für den, der nur einen Hammer zur Verfügung hat, ist jedes Problem ein Nagel.
Wie gut, wenn man seinen Kindern “Werkzeugkästen” für´s Leben geben kann.
Cuba libre
13. März 2009 um 12:32
@Cuba libre
du sprichst mir aus der Seele.
13. März 2009 um 13:55
http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/regional/dezentral/fulda/art5879,823079
Entnommen von der Fuldaerzeitung!
in dem Artikel geht es um nen Amokdrohung!!! Steht nur in der Zeitung und das war es dann! Ich zweifel daran, das der jenige gesucht wird bevor er seine Drohung war macht!
13. März 2009 um 17:52
Nachdem ich nun einige Meinungen zu diesem Super-Gau-Thema gelesen habe, fällt mir folgendes auf:
Zu Recht, wie ich finde, werden die von der Politik immer gleichen Worthülsen und refexhaften Forderungen kritisiert. Die Ursachenforschung hat schon in der Vergangenheit ein ganzes Bündel von begünstigenden Faktoren ermittelt und benannt. Die mittelbare (auch ein verschlossener Tresor lässt sich bei ausreichend depressiver Energie in irgendeiner Form öffnen) und unmittelbare Verfügbarkeit von Schusswaffen im familiären Lebensraum von Heranwachsenden wird in dem überwiegenden Teil der Meinungen verurteilt.
Warum aber wird in vielen Meinungen eine begünstigende Mitverantwortung durch die exzessive Nutzung von Ego-Shooter-Computer- und Videospiele und drastischen Horrorvideos vehement abgewiesen ??? So wie sich die Waffen-Lobby reflexartig schützend vor ihre Klientel stellt um Besitzstände zu verteidigen, so stellen sich einige Meinungsinhaber schützend vor ihr Spiele-Hobby. Die unvorstellbaren Folgen eines familiären und kollektiven gesellschaftlichen Versagens lassen, aus meiner Sicht, keine egoistischen Sicht- Schuld- und Besitzstandsverteidigungs- Perspektiven zu.
Natürlich wird nicht jeder Heranwachsende, wenn er alkoholische Getränke zu sich nimmt, zum Alkoholiker – zum Drogenabhängigen – zum Internet- oder Spielejunkie. Alles in Maßen. Dies ist aber abhängig von der persönlichen Reife und Stabilität. Diejenigen, die diese Reife und Stabilität aus welchen Gründen auch immer nicht besitzen, gilt es zu schützen. Die Mitmenschen auch. Auch unter Einschränkung der Nutzer, die die erforderliche Reife mitbringen. Ist das nicht unser Solidarprinzip ?
Das unfassbare Leid, der Tod von 16 Menschen, dass Auslöschen ihrer Lebensperspektiven, das bittere Zurücklassen der Eltern, Partner, Kinder und Freunde sollten bei jedem den Blick über den eigenen Tellerrand ermöglichen.
Alleinige Schuld an diesem Drama haben nicht die Video- und Computerspiele, die Horrorvideos, die Lehrer, die Mitschüler, das Schulsystem, der Schützenverein, die Nachbarn, das Internet, die Pubertät, die Zukunftsperspektiven und die depressive Psyche.
Zusätzlich zur massiven Schuld des Jungen und der Eltern hat jedes Aufgezählte seinen klitzekleinen Anteil zum GAU.
Sicher, es mögen insgesamt nur kleine Stellschrauben sein, an denen jeder einzelne von uns drehen kann, aber käme ein bewusstes Unterlassen nicht Fahrlässigkeit und Resignation gleich ? Auch wenn wir rational befinden: Auch diese Stellschrauben werden zukünftig nicht messbar zu einer Vermeidung solcher Amok-Tötungen beitragen. Die Alternative – das Akzeptieren solcher Ereignisse als unvermeidlichen gesellschaftlichen Kollateralschaden – ist für mich nicht vorstellbar.
16. März 2009 um 15:56
so ging es weiter mit der Drohung in Lauterbach!
Quelle:Fuldaerzeitung
http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/regional/dezentral/fulda/art5879,824424