RADIO BOB!

Hessen Rock´n Pop

baupfuschArtikel, die mit “Früher” anfangen, sind meist was für ältere Menschen – in diesem Falle ist das aber nicht so. Also: Früher war das Label “Made in Germany” ein Zeichen für Qualität. Solides Handwerk, hoher Qualitätsanspruch, unkaputtbar! Das ist eine feine Sache, weil es ja als Verkaufsargument wunderbar verwertet werden kann. Gerade in Zeiten von Krisen …

Denkt man …

Nun, offensichtlich scheint dieses Label zu bröckeln. Ganze Stadtarchive stürzen einfach mal so in die Tiefe. Grund ist Pfusch am Bau. Und das ist auch nicht irgendeine dahergelaufene billige ausländische Baufirma, nein, deutsche Wertarbeit: Man hat einfach mal beim Bau der neuen Kölner U-Bahn auf ein paar Stahlstützpfeiler verzichtet … Und im Nachhinein sind die Arbeitsprotokolle gefälscht worden. Wenn schon pfuschen, dann auch richtig …

Und jetzt gibt es begründeten Verdacht, dass es ähnliche Mängel an der Hochgeschwindigkeitstrasse für den ICE zwischen München und Nürnberg gibt – dort ist die selbe Baufirma im Spiel wie bei der Sache in Köln. Ist ja auch nicht so schlimm, wenn ein ICE mit hunderten Fahrgästen mit 220 km/h über eine nicht sichere Strecke fährt …

Irgendwie hab ich den Eindruck, da läuft einiges schief. Nicht nur bei solch spektakulären Fällen, nein auch so im ganz privaten Bereich: Überall Beschwerden über Pfusch … Was ist los? Sind wir zu satt und meinen, wir hätten´s nicht mehr nötig? Der Ruf stimmt doch, warum denn dann anstrengen?

Was meint Ihr? Eure Meinung dazu in die Kommentare.

Waidmanns Ichmurksjetztnochmalselbstanmeinerwasserleitungrum



SOCIAL NETWORKS

Kommentare

  1. #1 gmxmen

    ganz kurs . ich finde das scheiße das bei “deutscher wertarbeit” so gefutscht wird das menschen leben in gefahr sind

  2. #2 Bertram

    Auch wenn es sich ursprünglich um eine amerikanische Firma handelt, die Autos werden ja auch hier gebaut: Unseren Ford Mondeo, Baujahr 2002, haben wir nach knapp viereinhalb Jahren kaputt nach Polen verkauft. Ein Motorschaden ging noch auf Garantie, das Automatikgetriebe haben wir noch selbst bezahlt (Kulanz? Fehlanzeige), aber zwei Monate später beim nächsten Motorschaden war dann endgültig Schluss. Abwrackprämie gabs für uns ja leider nicht. Ach ja, ich glaube das Auto wird auch in Köln produziert. Noch Fragen? Das muss ein Rosenmontagsauto gewesen sein. ;-)

    Ich komm übrigens auch aus Köln und bei mir geht auch schon so dass ein oder andere kaputt. ;-) )))

  3. #3 Bertram

    Immer diese Tippfehler!!! Bei mir geht natürlich “das” ein oder andere kaputt.

  4. #4 bozo

    Tja das ist nicht unbedingt ein “Made in Germany” Problem, denn was wird denn überhaupt noch “in Germany” produziert? Elektronik, Kleidung und Schuhe kommen aus Fernost, werden evtl. hier nur noch endgefertigt, sprich zusammengebaut, auf Baustellen muß man Russisch können um sich zu verständigen, und selbst der freundliche Taxifahrer (früher mal arbeitslose Lehrer :-) ) kann kein Deutsch mehr. und warum, nur weil die “Konzerne” und “Firmen” sparen und alles in Asien produzieren lassen wo Kinder für 1 ct. die Std. unser Hightech zusammenschustern denn dort ist das produzieren sogar incl. dem Import und dem Zoll und der MwSt. eben billiger, hier tun Sie aber den Mist dann als “Made in Germany” teuer verkaufen. Ebenso am Bau, da gibt’s den “deutschen Bauunternehmer” dieser bekommt den Auftrag der aber gibt wiederum alles an “Subunternehmer” weiter usw. usw. Letztenendes baut dann evtl. ein weißrussischer Bautrupp illegal dein Haus. Die Arbeiter schaffen dann 15 Std. oder mehr täglich, bekommen max. 4 € die Std. aber du zahlst die deutschen Sätze. Letztlich alles Abzocke zu lasten der Qualität. Und unsere unfähige Regierung tut nix.

  5. #5 Alles durcheinandr

    @bozo: Stammtischgequatsche, das nix mit dem Thema zu tun hat. Weder das Ausland noch der taxifahrende Ausländer, noch >>die Konzerne<< sind dran schuld, wenn sich kein Deutscher mehr ans Steuer eines Taxis setzt. Frag mal einen Taxifahrer, was am Ende des Tages bei ihm im Geldbeutel hängen bleibt.

    Und jetzt back to Topic.

    Mit Pfusch hat das nichts zu tun. Es handelt sich um organisierte Kriminalität.
    Die Schuld liegt irgendwo zwischen Bauleiter und Schrotthändler, bei dem die Eisenteile häufig landen.

  6. #6 Torben Henkel

    Genau. Nix Pfusch am Bau.
    Pfusch ist die verbaute Bierflasche in der tragenden Wand, die vergessene Schelle am Abflussrohr, die Auslassung von Materialien um Zeit zu sparen.
    Das sind einfach nur KRIMINELLE!
    Thema verfehlt, Bobber!

  7. #7 Bazzman

    Die Playmofiguren sind aber kwalitatif sehr aber hochwertig ! Dass weiss ich lehmlich weil ich die die kwalitatif sehr anrührende Weihnachtskrippe von Playmo habe und da hat auch niemand was von an Schrotthändlers verkauft weil die Kette, an der der grosse Kessel am Dreibein ( dass ist alles da dabei ! ) hängt in der das Jesuskindlein auf kleiner Flamme schmort war noch da. Nuhr der gitarrespielende Frosch, der auf der Krippe im Stroh liegt ist nicht sooo kwalitatif hochwertig denn den hab´ich zugekauft und nicht von Playmo, weil die keinen gitarrespielenden Frosch hatten, auch nicht in kwalitatif hochwertig ! Bestimmt ist der Frosch aus Schiena. Alles Kriminelle !

    Lieber Gruss und quak quak quak Bazzman

  8. #8 Markus

    Hallo,

    Also ich habe keinAussage zum Thema sorry… aber der Herr Ebert hat mir am Freitag etwas vorsprochen und mich anscheindend vergessen, und zwar Foo Fighters Best of you… vielleicht gibt es ja eine andern Termin an dem es möglich wäre mir den wunsch zu spielen…

    Danke schön

    Grüße Makrus

  9. #9 bozo

    @#5 OK gut du hast meinen Kommenatar zusammengerührt und eine geklumpte BlaBla Antwort drauf gegeben, is Ok so man muß ja Themen nicht komplett lesen um seinen Senf drauzugeben. Mehr sag ich dazu nich. Stammtischgequatsche ist Blödsinn, aber wie immer alle andern wissens besser, nur ändern tuts keiner. Vielleicht war der Taxifahrer etwas weit hergeholt aber ich wollte nur mal die allgemeine Situation darstellen wie heutzutage “Made in Germany” wirklich ist. sollte ich damit eben nicht exakt das im Blog gefragte Thema getroffen haben tuts mir leid, ich wusste nicht das man das nicht darf. :-)

    Aber dann eben mal zum Thema was zum Teufel haben betrügerische Bauunternehmer denn mit Made in Germany zu tun? es ist egal wer was wo wann baut, wenn man an schwarze Schafe geräht ist die Herkunft doch wohl egal. Diebstahl ist Diebstahl, und hat nix mit Pfusch zu tun. Welche schrecklichen Folgen sowas hat, sah man ja in Köln.

  10. #10 Hamlet

    Die Erfahrung habe ich persönlich nicht gemacht. Meine Eltern haben in der letzten Zeit häufiger mit diversen Firmen zu tun (Haus renoviert, diverse Solarzellen auf dem Dach, Isolation etc. p.p.) und eigentlich keine Probleme, im Gegenteil. Das mag daran liegen, dass sie sehr ländlich wohnen oder auch nicht. Mein Vater sagt immer: Billig gekauft ist doppelt gekauft, weil man häufig nach ein paar Jahren neu kaufen muss. Das ist das Problem in Deutschland: Die Bundesregierung spart an allen Ecken und nimmt die günstigsten Anbieter – und WARUM diese günstiger sind als andere, ist ja klar.
    Man kann jeden Handwerker für Pfusch zur Rechenschaft ziehen. Wenn er die Küchenwand versaut, weil er einen Dampfabzug installieren will, bekommt er kein Geld bis er den Schaden behoben hat. Wenn er Stützbalken an den Schrotthändler verkauft und was einstürzt, muss er haften. Nur leider haften in so einem Fall die Polen, Russen, Bulgaren etc, die für einen Hungerlohne meistens tolle Arbeit leisten.

    Im Großen und Ganzen drücken unsere Gesellschaft und Politik viel zu oft viel zu viele Augen zu. SEHR überspitzt: Wenn man den ersten großen Baupfuscher an seinem Bau aufgehängt hat, passiert das so schnell nicht wieder

  11. #11 Lori

    Qualität kostet halt Geld. Richtig viel Geld! Da heutzutage auf jeden Cent geachtet wird, werden viele Aufträge nach Ausschreibungen an den günstigsten Anbieter vergeben. Der beschäftigt um Gewinn zu erwitrschaften diese “Sub-Unternehmen”. Wer Qualität will muß halt tiefer in die Tasche greifen und sich auch über die Unternehmen informieren!!!

    Ich bin der Meinung, dass es noch deutsche Wertarbeit gibt! Man muß aber leider etwas suchen.

  12. #12 Bazzman

    Ich meine ja nuhr wegen dem Frosch.
    Dessen Produktion ist ganz bestimmt von ganz grossen Konzernen autgesohrst worden und so wurde mein Frosch ( gitarrespielend ) in Schiena von kriminellen Taxifahrern hergestellt !
    Und wenn ich ganz grosses Pech habe mit der Kwalität ist´s auch noch ein Montagsfrosch. :-( ;-)

  13. #13 Faustinettenbär

    Made in Germany – Gibt’s das überhaupt noch?
    Ist “made in germany” die Endmontage bzw. Zusammenbauen im Ausland produzierter Einzelteile? Oder das Aufbringen eines Labels/Typenschilds in Deutschland, wenn das Rohprodukt komplett im Ausland gefertigt wurde?
    Im Rahmen der wachsenden Globalisierung gibt es eigentlich kein “made in Germany” mehr.
    Viele Teile für die Kfz-Industrie z.B. werden sogar in mehreren Staaten bearbeitet. (Rohteil in Deutschland, Oberflächenbehändlung in Tschechien, Weiterbearbeitung wieder in Deutschland in einer anderen Stadt und Endmontage des Autos z.B. in Portugal)
    In Deutschland bleibt allerdings das ingenieurtechnische Wissen und die Steuerung der Prozesse und Logistik.
    Zum Thema “osteuropäische Bauarbeiter” kann ich nur sagen: Selbst schuld, wenn keiner bereit ist, für Qualität zu zahlen.
    Die Sache in Köln oder bei der Bahn kann man eigentlich nur als kriminell bezeichnen. Das hat mit “made in germany” nix zu tun, das ist eher ein globales Porblem, welches überall auftaucht.

  14. #14 Alles nur noch auf eigene Gefahr? – RADIO BOB!

    [...] hab ich den Eindruck. Wir rekapitulieren noch mal: Stadtarchive kann man nicht mehr einfach so betreten, ohne zu befürchten, in die Tiefe zu stürzen…., wer brauch schon [...]

Schreibe einen Kommentar